Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 2, Februar 2026
Bereichernde Perspektiven
Der von Oliver Dimbath und Stefan Neuhaus publizierte Sammelband „Reichtum“ untersucht die Darstellung des Reichtums im Film
Von Michael Fassel
Wie ernst nehmen wir Gerechtigkeit?
Gabriel Zucmans „Reichensteuer. Aber richtig!“ ist ein nüchterner, datenbasierter Vorschlag, der leider oft rein als Mittel zur Haushaltskonsolidierung abgetan wird
Von Felix Haas
Was man schon immer über Žižek wissen wollte
Dominik Finkelde hat mit dem „Žižek-Handbuch“ ein gelungenes Einführungs- und Nachschlagewerk zum slowenischen Philosophen herausgegeben
Von Thomas Merklinger
Immer neugierig geblieben
Zum Tod des großen niederländischen Schriftstellers Cees Nooteboom
Von Peter Mohr
Zum Tod von Cees Nooteboom: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Sprachrohr der Ratlosigkeit
Am 31. Januar vor 125 Jahren wurde die Georg-Büchner-Preisträgerin Marie Luise Kaschnitz geboren
Von Peter Mohr
Einst ein literarischer Popstar, heute fast vergessen
Zum 200. Geburtstag von Victor von Scheffel
Von Manfred Orlick
Die Frau mit dem sprechenden Namen
Helene Böhlaus „Halbtier!“ kritisiert sprachgewaltig die misogyne Männergesellschaft zur vorletzten Jahrhundertwende
Von Rolf Löchel
Lyrische Visite: Gedichte von Heilenden und Kranken aus 500 Jahren
Jakob Leiners „Ah, ein Herz, verstehe“ ist eine Anthologie mit Gedichten von Heilenden und Kranken aus 500 Jahren
Von Jörn Münkner
Dichtung als Therapie?
Die Gedichte „An die Deutschen“ von Juliette Pary kommen mit fast achtzig Jahren Verspätung bei Adressaten an, die es heute nicht mehr gibt
Von Nora Eckert
Schrödingers Katze in der Büchse der Pandora
Ursula K. Le Guins Band „Der Tag vor der Revolution“ versammelt größtenteils noch immer lesenswerte Science-Fiction-Stories
Von Rolf Löchel
Der Mann, von dem frau träumt
Mela Hartwigs nachgelassenes Werk „Der verlorene Traum“ ist ein psychologischer Roman im besten Sinne
Von Rolf Löchel
Einmal Mumbai und zurück
Bodo Kirchhoffs Roman „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“ ist so einfühlsam wie gelungen
Von Peter Mohr
Überleben in der Intensivstation des Erwachsenwerdens
In „Schlupfwinkel“ erzählt der Münchener Autor Friedrich Ani mehr als nur die Geschichte seiner Eltern
Von Dietmar Jacobsen
Alle sind hier ein bisschen krank – ein bisschen?
Die britische Wahlberlinerin Jacinta Nandi schaut sich um bei alleinerziehenden Müttern und entfacht in dem Roman „Single Mom Supper Club“ erzählerisch eine Art Krieg der Mütter-Generationen
Von Nora Eckert
Dichterleben und dichter leben
Katrin Askan erzählt in „Dichter“ von einer besonderen Freundschaft im Saarland
Von Werner Jung
Identitätssuche vor dunklem Hintergrund
Der Autor Tomer Dotan-Dreyfus beleuchtet in „Keinheimisch“ Aspekte des Jüdischseins in Israel und Deutschland
Von Martin Schönemann
Erlösung als Castingshow
Christian Schulte-Lohs Roman „Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig“ vereint gesellschaftskritische Satire und Gedankenexperiment
Von Christina Bickel
Nur Leichen schwimmen mit dem Strom
Sonja M. Schultz erzählt in ihrem zweiten Roman „Mauerpogo“ eine Adoleszenzgeschichte aus den letzten Jahren der DDR
Von Dietmar Jacobsen
Die Kunst des richtigen Moments
Patrick Wildens Notatgedichte folgen in „Zehn Minuten oder länger“ konsequent dem inneren Kompass der Kontemplation und blättern ihrem Publikum den Geist erfrischend surrealer Lesemomente auf
Von Marcus Neuert
Ein Jahrhundert-Thriller
Mit „Asa“ ist Zoran Drvenkar ein fulminanter Roman rund um eine unvergessliche Figur gelungen
Von Dietmar Jacobsen
Hundert Jahre Grausamkeit
Dimitré Dinevs Roman „Zeit der Mutigen“ ist ein Plädoyer für schlagkräftige Solidarität
Von Johann Holzner
Weltekel und Hedonismus
Thorsten Nagelschmidt erzählt von einer Flucht vor Weihnachten
Von Werner Jung
Ein vorhersehbares Ende?
In Abdulrazak Gurnahs neustem Roman „Diebstahl“ erweckt der Verlag durch den Umschlagtext falsche Erwartungen
Von Mechthild Hesse
Rushdies Rache
Salman Rushdie versammelt in „Die elfte Stunde“ fünf Erzählungen über Alter und Tod
Von Friedhelm Rathjen
Zwischen Nähe und Fremde
Leïla Slimanis Roman „Trag das Feuer weiter“ ist hoch politisch und sehr lesenswert
Von Peter Mohr
Das immer wiederkehrende Böse
In „Die Beschützerin” von Sergej Lebedew herrscht Gewalt
Von Liliane Studer
Der Rächer von Minneapolis
In seinem neuen Roman „Minnesota“ erzählt der norwegische Bestsellerautor Jo Nesbø eine politisch aufgeladene Rachegeschichte
Von Dietmar Jacobsen
Die letzten Memoiren von Patti Smith
Patti Smiths „Bread of Angels“ ist eine merkwürdig bebilderte Darstellung eines wilden Lebens mit Höhen und Tiefen
Von Mechthild Hesse
Eine Liebe mit Folgen
Claire Lynch erzählt in ihrem Roman „Familiensache“ von einer lesbischen Liebe in den 1980er Jahren
Von Miriam Seidler
Eine besondere Liebe
Christine Dwyer Hickeys Roman “Alle unsere Leben“ erzählt von der Härte des Lebens
Von Metin Buz
Auch Nationaldichter können Miststücke sein
Anne Enrights „Vogelkind“ erzählt in wunderschöner Sprache von schrecklichen, toxischen Verhältnissen
Von Armin König
Zeitreise zu den verpassten Chancen
Shiori Ôtas Version eines magischen Orts bedient einmal mehr den Wunsch nach reversibler Vergangenheit und positiver Zukunft
Von Lisette Gebhardt
Zu starke Gravitation im literarischen Universum
Warum die Erkundung des Kulturellen Übersetzens im Band „Schwarze Löcher im Gewebe der Sprachen“ nur bedingt Kenntnisgewinn in Bezug auf japanische Literatur erbringt
Von Lisette Gebhardt
Kulturkritik in der postfaktischen Ära
Ein Sammelband erkundet „Zeitdiagnosen zwischen Fakten und Fiktionen“ und bietet eine Orientierungshilfe für unsere Gegenwart
Von Linda Maeding
Knopfs Brecht
Jan Knopf hat mit „Bert Brechts Weimarer Geschichten“ eine „soziale Biografie“ Bertolt Brechts geschrieben
Von Walter Delabar
Überraschender Formenreichtum
Das Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre, herausgegeben von Günter Häntzschel, Sven Hanuschek und Ulrike Leuschner, präsentiert und diskutiert „Kleine Formen literarischer Prosa“
Von Günter Rinke
Jean Paul und die Naturwissenschaften
Hans Esselborns gesammelte Aufsätze vermitteln in „Jean Paul – Eine Neuentdeckung“ ein außergewöhnlich weltzugewandtes Bild des Autors
Von Daniel Wyss
Weihnachtsmann und Bienensaug
Clemens J. Setz stellt für „Reclam 100 Seiten“ Rainer Maria Rilke vor – auf eigentümliche, kluge und unterhaltsame Weise
Von Thomas Merklinger
Das bunte Knäuel aus einer vergangenen Zeit entheddern
Der Sammelband „Anders erzählen. Studien zu einer Mediävistischen Narratologie“ zeigt, wie Seraina Plotke Texte auf mehreren Ebenen betrachtete
Von Irina Brüning
Lebenshilfe vom Rande des Nochdaseins
Der von Volker Michels herausgegebene Briefband „Noch lacht der Tag, noch ist er nicht zu Ende“ zeigt Hesse auch in seinen letzten vier Lebensjahren (1958-62) als zugewandt-empathischen Briefschreiber – bis zum letzten Tag
Von Martin Ernst
Lisette Gebhardt und Christian Chappelow publizieren den Sammelband „Texts of the Heisei Era. Readings of Contemporary Japanese Literature“
Literaturwissenschaftliche Fundsachen: Ein neuer Band der Aufsätze von Wilfried Ihrig
Thorsten Schultes Sammelband „Gedankenstriche, Literaturkritik und lyrische Essays“ lädt zu einer literarischen Reise ein
Maria voll der Gnade – Geschichte und Gehalt eines Denkbilds
Marianne Weber nicht im Schatten Max Webers
Eine Neuedition ausgewählter Reden und Schriften aus den Jahren 1901 bis 1949
Von Dirk Kaesler
Wer belieferte die KZ-Mannschaften mit Rheinhessenwein?
Eine Enkelin steigt in die Abgründe ihrer Familiengeschichte
Von Dirk Kaesler
Ein Jahrhundert durch eine Jahrhundertpersönlichkeit zwischen Urteilskraft und Freundschaft
In „Die Denkerin“ macht Grit Straßenberger Hannah Arendts Denken biografisch hörbar: aus Freundschaften, Kontroversen und den Zumutungen der Geschichte
Von Silvio Barta
Rüdiger Scholz über autobiographische Erinnerungen des Historikers Heinrich August Winkler
Mehr als nur ein Tagebuch
Die Notizen des DEFA-Regisseurs Konrad Wolf in „Kriegstagebuch und Briefe 1942-1945“ illustrieren die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs
Von Michael Grisko
Formen rationalen Denkens unter dem Einfluss religiöser Deutungsmuster
In „Über phantasmatische Vernunft“ untersucht Heiner Hirblinger essayistisch, wie Rationalität unter Macht- und Verdrängungsprozessen ihre Wahrheitsfähigkeit einbüßt
Von Sebastian Meißner
Malende und gemalte Frauen
Amy Dempsey wirft mit ihrem Bildband „Der weibliche Körper in der Kunst“ für Laien informative Schlaglichter auf die Kunstgeschichte der Frauendarstellungen
Von Rolf Löchel
Das Unsichtbare sichtbar machen
Nicola Brandts Fotoband „The Distance Within“ zeigt die Komplexität von kolonialer Vergangenheit und postkolonialer Gegenwart in Namibia
Von Julia Augart
Wenn „freiheyt“ sich aus dem Schatten erhebt
Ein opulenter Ausstellungskatalog zum 500. ‚Jubiläum‘ des Bauernkriegs führt zur Ausstellung hin und weit darüber hinaus
Von Jörg Füllgrabe
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